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Architektur:
1993 wurde in Köln-Ossendorf der Neubau der Firma Geyssel fertiggestellt. Neben
ästhetischen und funktionalen Aspekten standen dabei
Innovation und Umweltschutz im Vordergrund.
Das von Prof. Erich Schneider-Wessling
entworfene Gebäude besteht aus einer 6m hohen Halle mit
angrenzendem 3-geschossigen Bürotrakt, der von einem runden - mittlerweile wogend
begrünten - Treppenturm geziert wird. Der ungenutzte Fahrstuhlschacht des Turmes
beherbergt seit 2002 eine raumgreifende Installation.
(Kunst am Bau)

Wert gelegt wurde auch auf die Expansionsfähigkeit des Baus. So besteht die
Möglichkeit, die Halle um mehrere Achsen zu erweitern. Das Fundament des
Bürogebäudes ist für den Aufbau zusätzlicher Etagen ausgelegt.
Innovation:
Das Erdgeschoss ist mit einem eigens von der Fachhochschule Köln
(Prof. Dr. Gutjahr, Prof. Dr. Müller) entwickelten
holographischen Lichtlenksystem ausgestattet. Das System wird
tageslichtabhängig durch Kunstlicht ergänzt. Neben einer
Energiekostensenkung wird so vor allem eine reflexionsfreie Beleuchtung
(500-1000 Lux) für den gesamten Raum erreicht.
>>Der Büroneubau Geyssel [...] wurde aufgrund seiner innovativen
Tageslichttechnik von der internationalen Energieagentur IEA, Task 21
"Daylighting in Buildings" für eine weitere Beobachtung und Vermessung in
die Liste der Case Studies aufgenommen.<<
(
Bebilderte Info-Broschüre, pdf)
(Man erkennt die holographischen Gläser als blauen Streifen von außen, bzw.
lichten Streifen von innen, über dem Vorbau. Das rechte Bild zeigt darüber hinaus
die zugehörigen Deckenreflektoren.)
Als weiteres interessantes Detail befindet sich in einem unserer Konferenzräume, der
an die Montagehalle grenzt, eine Flüssigkristallscheibe, zunächst
milchig-undurchsichtig, die erst nach Anlegen von Strom klar wird,
um Kunden einen Blick auf die entstehenden Maschinen zu gewähren.
Umweltschutz:
Unser Gebäude ist mit Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung und
Regenwassersammelbehältern ausgestattet. Für die Wärmedämmung wurde der
umweltfreundliche Zellulosedämmstoff "Isofloc" verwendet und für die
Pflasterung des Hofes ein regenwasserdurchlässiges Material
("Geopor", RCL).
Weitere Informationen über das Lichtlenksystem:
· Energieagentur NRW (pdf)
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